Was ist ein Spielbrunnen

Der Spielbrunnen ist ein besonderes Element einer bestimmten pädagogischen Arbeitsweise. Auf den ersten Blick ist der Spielbrunnen nur eine Ansammlung von alltäglichen Materialien in einer Wasserschale.

Bei genauer Betrachtung können die Gegenstände ihre Wirkung nur entfalten, wenn man sie im Rahmen einer pädagogischen Vorgehensweise einsetzt. Dann werden die alltäglichen Dinge zu einem "Mittel des Lernens". So können dann bestimmte pädagogische Ziele verfolgt werden. Einige davon sind:
Lernerlebnisse mit dem Phänomen Fließen, Entfaltung räumlicher Vorstellungen, sinnliches Lernen mit dem Element Wasser, Erfassen der Zusammenhänge von Bewegung und Raum, Einschätzen und Vergleichen von Längen und Größen, Planendes Handeln und Abstimmungen des gemeinsamen Handelns, ästhetisches Lernen in interdisziplinären Problemlösungsprozessen.
Diese Aufzählung einiger allgemeiner Ziele ist nicht vollständig. Der Künstler und Werkpädagoge Roland Oesker hat dieses pädagogische Mittel "Spielbrunnen" entwickelt und setzt es erfolgreich in seiner Lehrtätigkeit an der Akademie Remscheid ein. Die Arbeitsweise mit dem Spielbrunnen ist eng an den didaktischen Ansatz "Interdisziplinäre System-Bildung" gebunden. Hier ein Beispiel für die Praxis: Spielbrunnen in der Grundbildung der Kita oder der Grundschule. Im Sinne der methodischen Vorgehensweise ist

der Spielbrunnen ein Teil einer Lernlandschaft mit 6 Tätigkeitsfeldern. Das erste Tätigkeitsfeld ist immer die Begegnung mit dem Phänomen. In diesem Fall ist es das Phänomen "Fließen". Eine vergleichbare Lernlandschaft kann auch für das Phänomen "Klingen" mit 6 Tätigkeitsfeldern zusammengestellt erden.