Mit Wasser spielen - mit dem Wasser gestalten

Roland Oesker
Strömungsbilder, eine kleine interdisziplinäre Lernlandschaft für Kinder

SpielbrunnenKinderhände formen sich zu einer Schale, aus einer Kanne rinnt einer kleiner Wasserstrahl und plätschert in die Hände, Fingerspitzen bilden einen Ausgang, um das Fließen zu dem nächsten Handpaar zu ermöglichen. In dieser Handschale bildet das Wasser kreisende Strudel, füllt die Hände und ergießt sich als Silberstrahl in die nächste lebende Brunnenschale. Die Kinder gestalten den Weg des Wassers, die verschiedenen, vielfältigen Erscheinungen der geheimnisvollen Bewegung des Fließens. Jede Veränderung der Handformen und der Hände zueinander verändert den Anblick des glitzernden Naturelements und die Geräusche des Fließens. Die Wahrnehmung der Bewegung durch die Sinne betrifft nicht nur Auge und Ohr, sondern auch das Gefühl der Haut. Hände, Arme und der ganze Körper sind in Bewegung, um die Veränderungen dieses lebendigen Händebrunnens mit zu vollziehen. Bunte Knetmasse wird in die Handflächen gedrückt, und es entsteht eine kunstvolle Zusammenstellung von Behältern und Rinnen, die raumgreifend in einem Becken zu einem plastischen Gebilde zusammenwachsen. Einige Hilfsmittel kommen dazu. Ein Drahtgeflecht bildet Haltesäulen, und Holzstäbchen helfen bei der Befestigung der Knetschalen. Für die stetige Wasserbewegung wird eine kleine Pumpe verwendet. Schon nach kurzer Zeit entsteht eine recht große Brunnenanlage , ein Spielbrunnen, der sich ständig verändert. Immer wieder kommt ein Kind, beobachtet den Weg des Wassers, verändert die Schalen und Rinnen aus Knetmasse.

 

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