Auch 2010 wird es in der Akademie Remscheid einen besonderen Werkstattkurs geben,
der sich ganz den Erlebnissen mit dem Fließen zuwendet.
Der Künstler, Maler und Bildhauer Roland Oesker gestaltet diese erlebnisreichen Tage gemeinsam mit dem Medien- und Umweltpädagogen Günter Klarner. Der wichtige Termin ist der 9.-13. Mai 2010.
Das Konzept dieser Fortbildung hat in der Fachöffentlichkeit eine besondere Beachtung gefunden. Es geht in dieser Fortbildung für Erzieher, Lehrer und Künstler um praktische Erfahrungen mit der Vielfalt des Fließens.

Dabei werden Gestaltungsmöglichkeiten aufgezeigt, die das Besondere und Elementare des Wassers für die Menschen zum Thema machen.
Gestaltung im Raum, in der Natur, mit der Fotografie und vielen künstlerischen Mitteln gehören dazu. Es wird eine Lernlandschaft gestaltet, die eine Verbindung schafft, vom kleinsten Tier im Wasser bis zum Spielbrunnen, dem Kunstwerk am Bach und den Bildern von Wellen und Wogen. Weiterlesen und Bilder ansehen!
Über den Erfolg der bisherigen Veranstaltungen kann man an verschiedenen Stellen Informationen und Meinungen nachlesen. Hier eine kleine Auswahl: Goethe-Institut, Brandenburgische Akademie, umweltforscher-michelbach, Kulturarbeit aktuell. facebook, umweltforscher 2006-oberhof, Schullandheim Nienstedt, jugendherberge-lindlar, Lehrer-online.de, Umweltministerium Saarland(pdf S.10), Experimentierwerkstatt, Bildung für nachhaltige Entwicklung , Kinder -und Jugendzirkusforum
Der Spielbrunnen ist ein besonderes Element einer bestimmten pädagogischen Arbeitsweise. Auf den ersten Blick ist der Spielbrunnen nur eine Ansammlung von alltäglichen Materialien in einer Wasserschale.

Bei genauer Betrachtung können die Gegenstände ihre Wirkung nur entfalten, wenn man sie im Rahmen einer pädagogischen Vorgehensweise einsetzt. Dann werden die alltäglichen Dinge zu einem "Mittel des Lernens". So können dann bestimmte pädagogische Ziele verfolgt werden. Einige davon sind:
Lernerlebnisse mit dem Phänomen Fließen, Entfaltung räumlicher Vorstellungen, sinnliches Lernen mit dem Element Wasser, Erfassen der Zusammenhänge von Bewegung und Raum, Einschätzen und Vergleichen von Längen und Größen, Planendes Handeln und Abstimmungen des gemeinsamen Handelns, ästhetisches Lernen in interdisziplinären Problemlösungsprozessen.
Diese Aufzählung einiger allgemeiner Ziele ist nicht vollständig. Der Künstler und Werkpädagoge Roland Oesker hat dieses pädagogische Mittel "Spielbrunnen" entwickelt und setzt es erfolgreich in seiner Lehrtätigkeit an der Akademie Remscheid ein. Die Arbeitsweise mit dem Spielbrunnen ist eng an den didaktischen Ansatz "Interdisziplinäre System-Bildung" gebunden. Hier ein Beispiel für die Praxis: Spielbrunnen in der Grundbildung der Kita oder der Grundschule. Im Sinne der methodischen Vorgehensweise ist
Kinderhände formen sich zu einer Schale, aus einer Kanne rinnt einer kleiner Wasserstrahl und plätschert in die Hände, Fingerspitzen bilden einen Ausgang, um das Fließen zu dem nächsten Handpaar zu ermöglichen. In dieser Handschale bildet das Wasser kreisende Strudel, füllt die Hände und ergießt sich als Silberstrahl in die nächste lebende Brunnenschale. Die Kinder gestalten den Weg des Wassers, die verschiedenen, vielfältigen Erscheinungen der geheimnisvollen Bewegung des Fließens. Jede Veränderung der Handformen und der Hände zueinander verändert den Anblick des glitzernden Naturelements und die Geräusche des Fließens. Die Wahrnehmung der Bewegung durch die Sinne betrifft nicht nur Auge und Ohr, sondern auch das Gefühl der Haut. Hände, Arme und der ganze Körper sind in Bewegung, um die Veränderungen dieses lebendigen Händebrunnens mit zu vollziehen. Bunte Knetmasse wird in die Handflächen gedrückt, und es entsteht eine kunstvolle Zusammenstellung von Behältern und Rinnen, die raumgreifend in einem Becken zu einem plastischen Gebilde zusammenwachsen. Einige Hilfsmittel kommen dazu. Ein Drahtgeflecht bildet Haltesäulen, und Holzstäbchen helfen bei der Befestigung der Knetschalen. Für die stetige Wasserbewegung wird eine kleine Pumpe verwendet. Schon nach kurzer Zeit entsteht eine recht große Brunnenanlage , ein Spielbrunnen, der sich ständig verändert. Immer wieder kommt ein Kind, beobachtet den Weg des Wassers, verändert die Schalen und Rinnen aus Knetmasse.